Datenschutz – jetzt auch im Kino?
Wie im gleichnamigen Kassenschlager aus dem Marvel-Universum, sind an der sogenannten Operation Endgame viele Akteure beteiligt. Neben dem Bundeskriminalamt auf deutscher Seite arbeiten im Rahmen der „Operation Endgame“ Strafverfolgungsbehörden aus Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Kanada und den USA zusammen. Auch große Softwareunternehmen wie Microsoft sind bereits mehrfach an einzelnen Aktionen beteiligt gewesen. Unterstützt werden die Akteure von Europol, einem europäischen Netzwerk, welches den Mitgliedsstaaten bei der Verhütung und Bekämpfung von schwerer organisierter Kriminalität (nicht nur im Bereich Cyberkriminalität) zuarbeitet.
Aber was bezweckt diese „Operation Endgame“ eigentlich?
In gezielten Aktionen sollen bestimmte Schadsoftware-Varianten unschädlich gemacht werden. Im Visier ist besonders „Initial Access Malware“, also sogenannte Dropper oder Loader. Diese Schadprogramme werden von Cyberkriminellen als Türöffner genutzt: Sie infizieren unbemerkt Systeme und laden anschließend weitere Schadsoftware, um damit den eigentlichen Angriff durchzuführen. Weitere Informationen dazu gibt es direkt beim BKA: https://www.bka.de/DE/DasBKA/OrganisationAufbau/Fachabteilungen/Cybercrime/Endgame/Endgame_node.html
Die Strategie der Sicherheitsbehörden ist nicht neu. Indem man direkt am Anfang der Angriffskette ansetzt, versucht man, das „Cybercrime-as-a-Service“-System schon vor dem Start unschädlich zu machen. Durch das Vorgehen gegen die finanziellen und technischen Infrastrukturen der Cyberkriminellen soll das Geschäftsmodell dahinter nachhaltig zerstört werden. Mit gezielten Attacken gegen Netzwerke, Server und Krypto-Assets entziehen die Ermittler den Tätern die Basis ihrer Arbeit.
Genau wie im Film braucht es dafür ein koordiniertes Vorgehen aller Helden – nur Thanos’ Handschuh konnte bisher nicht sichergestellt werden.
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