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BYOD – man muss ja nicht jeden Trend mitmachen

Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen. Bei diesem, der sich besonders in Start-ups immer wieder findet, bin ich raus: BYOD.

Was klingt wie die Farbkombination für deinen nächsten Druckerpatronen-Einkauf, steht eigentlich für „Bring Your Own Device“.
BYOD bezeichnet ein Modell, bei dem Mitarbeiter ihre privaten Geräte (üblicherweise Laptops, Smartphones oder Tablets) auch für berufliche Aufgaben einsetzen. Welches Gerät genau eingesetzt wird, ist dabei unerheblich. Entscheidend ist nur die berufliche Nutzung von Technik, die eigentlich Eigentum des Mitarbeiters ist. Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden:

Verwaltungsaufwand & Komplexität sind hoch.
Jedes private Gerät muss individuell verwaltet, abgesichert und dokumentiert werden – ein Zeitfresser für Admins. Durch verschiedenste Geräte und unterschiedliche Betriebssysteme steigt die Komplexität zusätzlich.

Compliance und DS-GVO‑Konformität? Fragwürdig.
Der Verantwortliche, also der Arbeitgeber, muss nachweisen können, dass mit personenbezogenen Daten rechtskonform umgegangen wird. Wie das passieren soll, wenn jeder Mitarbeiter seine privaten Geräte im Einsatz hat? Ist mir offen gesagt ein Rätsel.

Produktivität & Sicherheitsniveau sinken.
Studien zeigen, dass durch die Nutzung von privaten Geräten am Arbeitsplatz die Produktivität sinkt, da die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen. Das Risiko für Datenverlust oder -diebstahl steigt durch die Vielzahl unterschiedlicher Geräte und die Undurchsichtigkeit der genutzten Apps dafür deutlich.

Lizenzen, ein weiterer Stolperstein.
Unternehmenslizenzen gelten nicht für die private Nutzung. Beim BYOD-Modell wird die Software jedoch auf privaten Geräten installiert – wodurch Mitarbeiter, zumindest sofern keine weiteren Vorkehrungen getroffen werden, auch außerhalb der Arbeitszeit darauf zugreifen können.

Was also tun, statt BYOD? Mindestens ein MDM haben.
Ein „Mobile Device Management“ ist verantwortlich für die zentrale Verwaltung aller im Unternehmen genutzten Geräte. Hier werden Zugriffsrechte verwaltet, Daten gesichert und IT- sowie Datenschutzanforderungen umgesetzt.
Ich empfehle außerdem, mindestens einen Buchstaben im Alphabet weiterzugehen: Mit CYOD ist dein Unternehmen auf der sicheren Seite. „Choose your own device“ gibt den Mitarbeitern eine festgelegte Auswahl an Geräten, unter denen sie wählen können. Ein klares Regelwerk kann die private Nutzung in einem gewissen Umfang erlauben, und durch ein zentrales MDM kann der Verantwortliche, also das Unternehmen, Maßnahmen zielgerichtet und strukturiert umsetzen, ohne den Überblick zu verlieren.

Wie läuft’s bei euch? BYOD, CYOD oder doch BYOB? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar (in der Kommentarspalte erfährst du auch, was es mit dem B am Ende auf sich hat).