Internet über Starlink ist diesen Sommer weniger performant! Ein längerfristig mobiles Arbeiten funktioniert bei mir nur mit ordentlicher und stabiler Internetanbindung. Bisher war meine Lösung Starlink. Das wird aber gerade schwieriger.
Ich stehe bei längeren Reisen auf Campingplätzen. Familienbedingt sind das meistens die Ferienzeiten. Das bedeutet:
– WLAN: das lokale Campingplatz-WLAN ist völlig überbucht.
– 5G: im Küstenbereich steht meist nur ein Mobilfunkmast zur Verfügung, und auch diesen teilt man mit allen Touristen.
Vor ein paar Jahren habe ich Starlink für mich entdeckt. Damit war ich überwiegend der einzige auf dem Platz = ich musste die Bandbreite nicht oder nur mit sehr wenigen Menschen teilen.
Inzwischen ist Starlink in der Anschaffung deutlich günstiger geworden, was dazu führt, dass ich nun regelmäßig Mitcamper habe, die es auch nutzen.
In den Fotos seht Ihr drei Beispiele:
- Foto neben dem LMC Wohnwagen – das ist meine „alte“ Starlink-Antenne auf einem Bundeswehr GFK-Steckmast. Die Antenne richtet sich automatisch-elektrisch auf den geeigneten Satelliten aus. Für mich immer noch die beste Antennen-Lösung.
- Campingfreunde von uns haben sich dieses Jahr für wenige hundert Euro bei einem Elektronikmarkt eine Starlink-Flachantenne besorgt. Diese richten sich nicht mehr selbst aus, haben aber einen recht breiten Empfangs-/Sendewinkel.
Aufgrund der Bäume auf dem Platz hat man sich einen ausgemusterten Mastbaum von der Surfschule um die Ecke geholt und die Antenne dort montiert. - Andere sind da weniger kreativ und stellen die Flachantenne einfach neben ihr Zelt. Der Standfuß ist im Lieferumfang enthalten. Das habe ich diesen Sommer schon mehrfach auf dem Platz gesehen. Scheint wohl auch zu funktionieren.
Ich merke deutlich, dass die erreichbare Bandbreite im Downstream sinkt. Zumindest im Standardtarif mit unpriorisiertem Traffic (alles andere ist kaum bezahlbar). Letztes Jahr bin ich noch auf sichere 180-200 Mbit/s oder mehr gekommen. Aktuell gibt es Zeiten, zu denen ich mit rund 40-60 Mbit/s klarkommen muss. Das reicht für eine Videokonferenz – solange es nicht noch weniger wird.
EutelSat oder Anbieter, die EutelSat nutzen, liegen nach meiner letzten Marktschau für mich noch nicht im bezahlbaren Bereich. Oft müssen Verträge mit langen Laufzeiten geschlossen werden. Bei einigen Anbietern gehen die monatlichen Kosten teilweise in den hohen dreistelligen bis vierstelligen Bereich. Andere limitieren das monatliche Datenvolumen auf z. B. 50 GB (die verbrauche ich hier pro Tag).
Welche eigenen Erfahrungen habt Ihr mit Internet über Satellit gemacht?
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